Kämpfe

 

Degus kämpfen aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Nicht jeder Kampf ist gefährlich! Manche Kämpfe sind wichtig für die Gruppendynamik.

 

Wichtig: Bitte nicht sofort trennen!

 

Spielerei

 

Spielerische Kämpfe dauern meist nicht lange, sind lautlos oder von liebevollen Geräuschen begleitet und enden ohne Verletzungen. Sie gehören zum normalen Sozialverhalten und sind meistens bei Jungtieren zu beobachten.

 

Futterneid

 

Streitereien ums Futter sind häufig zu sehen. Meist verteidigt der Ranghöchste das Futter um sich das "Beste" für sich zu sichern. Diese Streitereien finden in der Regel dann statt, wenn wir gerade gefüttert haben und enden nachdem alle gegessen haben. Damit es nicht zu sehr eskaliert, ist es ratsam das Futterauf den Etagen zu verteilen, so kann jeder in Ruhe fressen.

 

Rangkämpfe

 

Bei einem Rangkampf kann es auch mal richtig laut werden. Die Degus jagen sich, versuchen gegenseitig aufzureiten, beißen sich dabei auch gerne mal. Das kann gerade bei Verletzungen im Gesicht, am Schwanz oder Pfötchen, auch sehr blutig enden. 

Meist sind die Verletzungen aber nicht tragisch. Man sollte das Sandbad entfernen, gegebenenfalls die Wunden desinfizieren und in den nächsten Tagen beobachten ob es sich entzündet.

Solche Kämpfe sind gerade in der Pubertät (ca. 1/2 - 1 1/2Jahre) öfters zu beobachten und gehören dazu. Sie können einige Stunden oder auch Tage andauern.

 

Auf keinen Fall sollte man eine Gruppe deshalb trennen, denn so verhindert man eine Klärung der Rangordnung!

 

Revierkämpfe

 

Bei einem Revierkampf ist eine Trennung unumgänglich!

 

Diese Kämpfe treten in der Regel bei Vergesellschaftungen oder allgemein in der Pubertät auf. Sie können aber auch in einer stabilen Gruppe plötzlich auftreteten, aus Gründen die für uns nicht unbedingt immer ersichtlich sind. Zum Beispiel wenn ein Tier angeschlagen ist, weil es kränkelt oder einfach alt wird, könnte ein rangniedrigeres Tier versuchen sich hochzukämpfen.

In der Natur würde ein Revierkampf damit enden, dass der Degu aus dem Revier/der Gruppe vertrieben wird. Bei uns Zuhause ist das nicht möglich, deshalb können solche Käpfe sehr schnell tödlich enden.

Eindeutige Anzeichen hierfür sind Bisse im Bereich der Kehle oder am Bauch und Dauerjagen ohne Pausen.